Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Aufholen nach Corona an St.-Anna

Erste Erfahrungen mit der Offenen Lernzeit, den Diagnose-Tools und der Nachhilfebörse

Ohne Frage haben viele Kinder und Jugendliche erheblich unter der langen Zeit des Lockdowns gelitten; eine Folge dieser Zeit stellen sicher die schulischen Defizite dar, die auch nach einem Schuljahr ohne Lockdown noch nicht alle aufgearbeitet wurden. Unter dem Stichwort Aufholen nach Corona hatte die Bundesregierung Gelder bereitgestellt, mit denen die Schulen selbst Projekte entwickeln konnten, um die Defizite Ihrer Schülerinnen und Schüler aufzuarbeiten. Im Laufe dieses zweiten Halbjahres sind an der St.-Anna-Schule verschiedene Bausteine mit obiger Zielsetzung ins Leben gerufen worden, die den Lernenden als zusätzliche Optionen neben dem Förderunterricht zur Verfügung standen. Das nahende Ende des Schuljahres bietet eine Gelegenheit, eine erste Bilanz zu ziehen.

 

Die Idee, mit der sogenannten „Offenen Lernzeit“ Schülerinnen und Schülern eine Hausaufgaben- und Lernbegleitung für den Alltag zu bieten, hat sich in den letzten Monaten als regelrechte Erfolgsgeschichte entpuppt. Sowohl die verantwortlichen Studierenden der Uni Wuppertal als auch die mehr als 70 beteiligten Lernenden der St.-Anna-Schule haben bestätigt, dass sie dieses regelmäßige und kostenlose Angebot als hilfreich und wirkungsvoll für die tägliche Hausaufgabenroutine empfunden haben. Besonders die Möglichkeiten, Lernbegleiter „vom Fach“ ansprechen zu können und einen festen Rahmen für die Haus- und Lernaufgaben zur Verfügung zu haben, sorgten für mehr Sicherheit in den einzelnen Schulfächern und so wohl auch für einen größeren Erfolg in den Klassenarbeiten. Die positiven Rückmeldungen führten dazu, dass wir unser Anliegen, die Kinder und Jugendlichen bestmöglich bei der Aufarbeitung der Defizite der Corona-Pandemie zu unterstützen, weiterverfolgen und die Offene Lernzeit auch nach den Sommerferien weiter anbieten können.

 

Die Offene Lernzeit wurde von vielen Schülerinnen und Schülern auch dazu genutzt, ihre durch die Pandemie in den Hauptfächern entstandenen Defizite systematisch aufzuarbeiten. Im Vorfeld waren dazu in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik verschiedene Diagnosetests der Schulbuchverlage Klett und Westermann durchgeführt worden. Passgenaue und individuelle Fördermaterialien sollten dann im Anschluss über einen gewissen Zeitraum hinweg von den Schülerinnen und Schülern erarbeitet werden. Wie sich herausstellte, waren viele Lernende an den Ergebnissen und an ihrem persönlichen Lernfortschritt sehr interessiert, auch wenn die Bearbeitung der Unterlagen zusätzliche Übungszeit erforderte.

 

Im Rahmen der sogenannten Nachhilfebörse konnten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 9 über den Moodle-Kurs Anna hilft Anna – die Nachhilfebörse anmelden, um Nachhilfe zu erhalten, während sich die Lernenden der Jgst. 9 bis Q2 eintragen konnten, um Nachhilfe zu erteilen. Auf diesem Weg konnte das SV-Lehrerteam im Laufe der letzten Monate immerhin rund 60 Nachhilfepaare vermitteln, die beispielsweise in der Mensa die Aufarbeitung der Defizite sowie natürlich die Vorbereitung auf Klassenarbeiten und Klausuren in den Blick genommen haben. Doch nicht nur der erfreuliche Umstand, dass damit etwa 10 % aller Schülerinnen und Schüler von St.-Anna an der Nachhilfebörse teilgenommen haben, sondern vor allem die positiven Rückmeldungen geben den Ausschlag dafür, dieses Projekt auch nach den Sommerferien fortzusetzen. Die Finanzierung soll solange wie möglich über die Gelder aus Aufholen nach Corona ermöglicht werden; im Anschluss ist es aktuell angedacht, die Nachhilfebörse elternfinanziert anzubieten. Auch die Möglichkeit für die Nachhilfe gebenden Lernenden, das entsprechende Schulbuch ihres zugeteilten Lernenden auszuleihen, soll nach den Sommerferien bestehen bleiben. 

 

Natürlich stand neben der Aufarbeitung der Leistungsdefizite auch das Gemeinschaftsgefühl unserer Schulgemeinde im Fokus, das unter den vielen ausgefallenen Fahrten, Wandertagen und dem fehlenden täglichen Treffen auf dem Schulhof gelitten hat. Auch hierzu gab und gibt es mit dem Sporttag am 22. Juni und den erlebnispädagogischen Fahrten mit unseren Schulseelsorgern Herrn Foitzik und Herrn Dr. Lange, die im Herbst geplant sind, spannende Gelegenheiten sich zu begegnen, von denen sicher noch zu berichten sein wird.

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